Freie Medien in Bewegung: 3Sat stellt uns auf eine Stufe mit „Zentrum für politische Schönheit“ – David Berger trifft Steve Bannon

Noch immer starr vor Schreck oder Strategie? Die Konkurrenz schwieg die letzten Tage beharrlich. Während die französische Presse ausführlich über die Konferenz der Freien Medien im Bundestag berichtete, schreiendes Schweigen bei der gleichgeschalteten Presse zu dem für die Medienlandschaft historischen Ereignis.

Alleine der Nischen-Sender 3Sat brachte bislang am Montag nach der heute-Sendung in Kulturzeit einen Bericht über die Konferenz und die Magenscherzen, die er Grünen- und SPD-Politikern bereitete.

Dabei kommt es zu einer wilden Dokumentation, die alles mögliche wild durcheinander wirft und am Ende das kriminelle Agieren des “Zentrums für politische Schönheit” (ZPS) auf eine Stufe mit der Konferenz stellt. Schon die Anmoderation erinnert an die Zeiten des DDR-Fernsehens.

Wer wurde da handgreiflich

Dabei eine Szene (ab 5:10), die – wider Willen – beweist, wie wichtig die Freien Medien sind: In der Doku wird eine kurze Szene gezeigt, in der der reichlich verwirrt erscheinende linksextreme “Künstler” Philipp Ruch (ZPS) extrem aggressiv auf Demonstranten gegen sein “Kunsterwerk” vorgeht. Off-Ton dazu: An dem Kunstwerk seien Björn Höckes Anhänger „handgreiflich geworden“ – während man sieht, wie die Polizei Ruch zurückhalten und abdrängen muss, damit er keinen der Demonstranten verletzt. Aber sehen Sie den Bericht hier selbst: http://www.3sat.de/mediathek/?obj=80892
Auf eine Anfrage zu dieser Szene hat 3sat uns bisher nicht geantwortet. Wir haben inzwischen bei der damalig vor Ort zuständigen Polizei eine Stellungnahme zu dem Einsatz angefragt und werden 3sat mit dieser erneut konfrontieren.

Das komplette 3Sat-Interview mit David Berger finden Sie hier als Video. Patrizia von Berlin hat mitgefilmt (Bild dreht nach 18 sec. richtig):

Anmerkung: Dass TV-Sender nicht alle O-Töne und Interviews, die sie machen, in Komplettlänge senden können, ist zunächst eine Selbstverständlichkeit. Ebenso unbestritten ist aber, dass das, was sie sich herausschneiden, die Arbeitsweise der Medienmacher zeigt. Hat man den Interviewpartner ernst genommen oder eben nur unvollständig etwas von dem Gesagten herausgeschnitten, um sein bereits vorher fest stehendes Ergebnis zu untermauern?

 

„Die Zeit des Angriffs ist gekommen“ – David Bergers Begegnung mit Steve Bannon

David Berger berichtet:

Steve Bannon, der mich am Mittwoch zum Gespräch während seiner Europareise in Berlin empfangen hat, verkörpert all die Werte und das Denken, die die USA groß und zum Vorbild in aller Welt gemacht haben – spätestens seit Ronald Reagan und Donald Trump! Bannon ist genau der Mann, dessen Denken und Mentalität uns in Deutschland so schmerzlich fehlen.   

Ich gebe es gerne zu, dass ich vor diesem Termin nach vielen Jahren der journalistischen Tätigkeit etwas aufgeregt war – als ich da mit meiner Mitarbeiterin im Foyer des Berliner Adlon saß und auf die Securityleute wartete, die uns zu Steve Bannons Suite bringen sollten.

Etwa 48 Stunden zuvor hatte ich eine kurze Mail seines Managements bekommen, das mich zu einem Gespräch mit Steve Bannon einlud. Mit dem Chefstrategen Donald Trumps (2016-2017), der ihn in der entscheidenden Phase des US-Wahlkampfes und den ersten Monaten seines Amtes im Weißen Haus federführend begleitete. Der aus dem kaum bekannten Magazin „Breitbart“ – u.a. zusammen mit Milo Yiannopoulos – eines der wichtigsten und erfolgreichsten Online-Magazine der Welt machte.

Vernetzung derer, die Europa wirklich lieben

Und der nun durch ganz Europa reist, um bei der Vernetzung und dem enormen Erfolg der „rechtspopulistischen Parteien“ und der außerparlamentarischen Oppositionen (inklusive der alternativen Medien) gegen das Europa Merkels und Macrons dabei zu sein bzw. diesen Widerstand nachhaltig zu stärken.

Die Security begleitet uns über die langen Flure des Adlon und Bannon öffnet die Türe zu seiner geräumigen Suite, große Fenster, direkter Blick auf das Brandenburger Tor und ein Stück des Reichtstagsggebäudes. Er wirkt auf den ersten Blick sehr freundlich, fast ein wenig zurückhaltend. Dann fällt, noch während er uns Wasser und Kaffee anbietet, das entscheidende Stichwort „philosophia perennis“ – Wie man darauf komme, einen Blog nach diesem Ideal der abendländischen Philosophie zu benennen.

Liebe zur Catholica

Innerhalb kürzester Zeit stellen wir fest, dass wir viele gemeinsame Wurzeln haben: ein linksliberales Elternhaus, die Ausbildung auf einer der Kaderschmieden der katholischen Kirche bei den Benediktinern, die Liebe zur westlichen Kultur und damit auch zur Catholica.

Ich packe das Buchgeschenk, das ich für den Abschied vorgesehen hatte, schon jetzt aus – mein Buch über Thomas von Aquin, das in englischer Sprache an einer der bekanntesten katholischen Universitäten der USA erschienen ist. Aus dem Stand zitiert Bannon bei diesem Anlass ein lateinisches Diktum von Thomas von Aquin. Und alle Vorurteile, die die Mainstreammedien (die den Aquinaten für ein Mineralwasser halten) bei uns von einem dumpfen Rechtspopulisten verbreiteten, zerfallen in diesem Moment zu Staub.

Aidan Nichols großes Lob für meine wissenschaftliche Arbeit findet sich auf dem Rückencover. Bannon schient Nichols sehr zu schätzen, den Dominikanergelehrten, der derzeit zu den Protagonisten einer großen Kampagne gegen die „Häresien von Papst Franziskus“ in den USA gehört. Und fragt mich sofort, ob ich nicht bereit wäre, an seiner neu gegründeten Akademie im italienischen Trisulti als Dozent einzusteigen.

Trisulti als neues Montecassino

Trisulti, vor den Toren Roms im Latium gelegen, ein altes Kloster, das unter Bannons Regie derzeit zur Kaderschmiede für die neue „konservative“ Elite Europas umgebaut wird. (Foto l. (c) Fiore S. Barbato, Wikimedia, CC BY-SA 2.0) Die ehemalige Kartause Trisulti, die eine ähnliche Rolle, wie das ebenfalls nahe Rom gelegene Montecassino im 5. Jahrhundert einnehmen soll. Der hl. Benedikt gründete dort das erste Kloster des Abendlandes und legte damit – am Ende der untergehenden Antike und der damit verbundenen Dunkelheit – die Fundamente für die abendländische Kultur, die im Hochmittelalter mit ihren großen Gelehrten (Thomas von Aquin, Albertus Magnus …), der Gründung der Universitäten, der Unterscheidung zwischen Staat und Kirche ihren leuchtenden Höhepunkt erreichte.

In ähnlich dunklen Zeiten wie damals Benedikt leben wir heute – so sieht das jedenfalls Bannon. Und das Neue ist bereits am Aufscheinen – dafür brauche es aber eine Ausbildung der Persönlichkeiten für die Zukunft Europas, so es denn eine haben soll. Was nur dann der Fall ist, wenn die längst im Todeskampf liegende Oberhoheit der Linken in Politik, Kultur und Medien endgültig Geschichte ist. Bis dahin sei es nicht mehr weit, die Altparteien seien bald Geschichte, schon jetzt habe man in ganz Europa Merkel abgeschrieben.

Er vergleicht Trisulti mit einer Gladiadorenschule, wo die physische Kraft, die Muskeln usw. auch nur sekundär waren, aber Vernunft und Wille gestählt waren, so dass die Gladiatoren selbstbewusst den Kampf mit den Ungeheuern aufnehmen konnten. Solche Gladiatoren sollen in Trisulti ihre Ausbildung erhalten. Die Zeit des dauernden Klagens sei vorbei. Immer wieder – auch da, wo ich die Islamisierung Europas anspreche – fällt der Satz: „Wir müssen aufhören, uns dauernd als Opfer zu fühlen“.

Die Zeit des Rückzuges in die Ecke des dauernden Lamentierens sei vorbei, jetzt gelte es zum Angriff überzugehen: „Attack, attack, attack!“ ruft Bannon mit Nachdruck aus und klopft dabei mit seinen kräftigen Händen laut auf den goldverzierten Biedermeier-Tisch.

Kampf gegen Antisemitismus und Nationalismus

Wer jetzt an rechtsextreme, neofaschistische Aufmärsche denkt, der hat sich in Bannon jedoch völlig geirrt. Es ist der Kampf für die Werte des Abendlandes, eines Europas der Menschenrechte und der Freiheit. Ein Kampf, der mit voller Kraft gegen Antisemitismus, Rassismus, Christenverfolgung und auch gegen jeden übertriebenen Nationalismus, ob in seiner braunen oder roten Form zu führen ist. Als Katholiken sei uns ohnehin jede Form von Rassismus, Judenfeindlichkeit oder naiver Deutschtümelei äußerst fremd, ergänze ich und Bannon nickt strahlend.

Besonders die Situation der Juden in den von der Massenmigation und damit Islamisierung betroffenen Ländern, zu denen auch Deutschland gehört, erfüllt ihn mit Sorge. Hier bestehe allerhöchste Alarmstufe. Es sei ein Skandal ohne Maß und Beispiel, dass sich Juden auf Deutschlands Straßen selbst am hellichten Tag nicht mehr sicher fühlen könnten.

Die großen Werte, die die USA und Europa verbinden

Als ich mit meiner Begleitung den Aufzug verlasse, kommt eine sehr bekannte Kollegin des „Spiegel“ auf mich zugestürmt und fragt, ob ich bei Bannon war und was besprochen wurde. Meine Gegenfrage, ob Sie nun auch einen Termin bei Bannon habe, beantwortet sie sichtlich verärgert mit „Nein“. Sie warte hier nur, ob er vielleicht zufällig vorbeikomme und sie ihm bei diesem Anlass eine Frage stellen könne.

Einen Tag später wird die dpa melden: „In Berlin ist Bannon im Hotel Adlon abgestiegen. Wenn er aus dem Fenster seines Hotelzimmers schaut, blickt er auf die Kuppel des Reichstagsgebäudes. Hier gibt er ausgewählte Interviews: dem rechten Blogger David Berger, der Jungen Freiheit, der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ). Und der dpa.“

Bannon – das wird mir während ich vom Adlon durch den Tiergarten nachhause laufe, überdeutlich klar – verkörpert all die Werte und das Denken, das die USA groß und zum Vorbild in aller Welt gemacht hat – spätestens seit Ronald Reagan und Donald Trump! Bannon ist genau der Mann, dessen Denken und Mentalität uns in Deutschland so schmerzlich fehlen.


Wir freuen uns über jede Unterstützung unserer Arbeit!

Unser Spendenkonto lautet:
Vereinigung der Freien Medien
DE18 7909 0000 0100 2938 22
BIC: GENODEF1WU1

PayPal: info@deutschlandsfreiemedien.de